Wie wird der Schulunterricht der Zukunft aussehen? Mit dieser Frage beschäftigen sich Pädagogen und Bildungsexperten schon seit geraumer Zeit. Im Zuge der Digitalisierung verändern sich die Anforderungen an jeden einzelnen Schüler dynamisch – vor allem für das spätere Berufsleben. Nicht nur breit gefächertes Wissen ist gefragt, Schüler sollten ein breites Spektrum an Fähigkeiten und Kompetenzen beherrschen. Bei der Vermittlung dieser Eigenschaften trägt die Schule eine große Verantwortung: Die Lernenden sollen auf das Berufsleben vorbereitet werden, um die Komplexität in der Arbeitswelt meistern zu können.

Warum der Schulunterricht schnell angepasst werden muss

„Retention Rate“ von Bildungsinhalten in Abhängigkeit verschiedener Lernprozesse. Quelle: NTL

Damit Schulen dies weiterhin gewährleisten können, muss der Schulunterricht an die dynamische Entwicklung unserer Welt angepasst werden. Der klassische Frontalunterricht und die damit einhergehende Vermittlung von Wissen liefert zwar die Grundlage, jedoch kann mit allein dieser Lernmethode nicht die nötigen Fähigkeiten –  dazu zählen Medienkompetenz, Kreativität, Teamfähigkeit und Anpassungsfähigkeit – ausreichend erlernt werden. Die Schulen benötigen also zunehmend moderne Lernmethoden zum Erwerb von Fähigkeiten und Kompetenzen – die nicht mehr nur über die passive Aufnahme von Informationen erlernt werden können. Der Lernende sollte sich aktiv mit Lerninhalten auseinandersetzen und diese aus verschiedenen Perspektiven hinterfragen können, mit anderen Lernenden diskutieren, um so neue Sichtweisen zu gewinnen. Erworbenes Wissen sollte wenn möglich praktisch angewendet werden, dabei verschiedenste Lösungswege ermittelt und individuelle Lernprozesse selbst gestalten werden. Bei dieser Weiterentwicklung des Schulunterrichts können nach der Meinung verschiedenster Bildungsexperten, digitale Medien und Technologien eine entscheidende Rolle spielen.

Moderner Schulunterricht mit Virtual Reality

Wir von der VIL GmbH sehen enormes Potenzial für eine sinnvolle Ergänzung des Schulunterrichts in der Virtual Reality-Technologie. Eine Unterrichtsstunde könnte in folgenden Schritten durchgeführt werden:

  • Einführung: Bevor die Lernenden in die virtuellen Welten eintauchen, sollen ihnen die Grundkenntnisse zum jeweils behandelten Thema durch eine kurze Einführung seitens der Lehrkraft vermittelt werden.
  • Reise in die Lernwelt: Im weiteren Verlauf sollen die Lernenden dann die aktive

    Moderner Schulunterricht mit Virtual Reality

    Rolle im Lernprozess einnehmen, während die Lehrkraft passiv, aber unterstützend fungiert. In die entsprechende Lernwelt eingetaucht, können die Schüler und Schülerinnen angepasst an ihr individuell optimales Lerntempo die Welt erkunden, Erfahrungen machen und auf diese Weise neues Wissen hinzugewinnen. In der virtuellen Realität können sie vor diverse Probleme gestellt werden, für deren Lösen sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen und verschiedenste Methoden verwenden müssen. Hierbei können die Lernenden Lösungsansatz verfolgen, die nicht zum gewünschten Ziel führen – denn so können sie Schlüsse ziehen, Ansätze verbessern und dazulernen.

  • Gruppenarbeit: Die Erarbeitung von Problemlösungen werden dann in Zusammenarbeit mit den Mitschülern weitergeführt – was zusätzlich die Förderung der Teamfähigkeit und der sozialen Kompetenzen zur Folge hat. Mit Hilfe der passenden Begleitmaterialien können die Schüler das erlangte Wissen verschriftlichen.
  • Abschlussdiskussion: Am Ende der virtuellen Reise sollte eine Diskussion innerhalb der gesamten Klasse stattfinden. Die Lernenden sollen sich über ihre Erfahrungen austauschen und die verschiedenen Lösungswege diskutieren. So können die Schüler voneinander lernen und neue Perspektiven zum jeweiligen Thema gewinnen.

Virtual Reality öffnet die Tür zu zahlreichen Gestaltungsmöglichkeiten

Der vorgestellte Ablauf ist dabei nur eine von vielen Gestaltungsoptionen, die die Lehrkräfte mit dem Einsatz von Virtual Reality im Schulunterricht haben. Verschiedenste Inhalte konzipiert für alle Fachbereiche und vor allem die unterschiedlichen Lernwelten ermöglichen zahlreiche Gestaltungsvarianten des Unterrichts. Individuell oder in Gruppen – mit VR kann jeder Lernstil angesprochen werden.

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